HOME






 


21. April 2006
Welcome to the Blogosphere
von Matthias Sinhuber

blog, das: Kurzform für Weblog; Zusammenziehung aus Web (für: World Wide Web) und Log (für: Logbuch). Mikromediale Möglichkeit der Darstellung seiner selbst oder eines bestimmten Themengebietes. Siehe auch: Profilneurose, Sozialpsychologie der Selbstdarstellung.

So in etwa könnte ein Eintrag über Blogs in einem Lexikon einer möglichen Zukunft aussehen.

Mit einem gewissen Zwinkern natürlich, denn das vorangegangen Geschriebene ist nur ein Teil der Wahrheit über das Phänomen Weblog.

Wer hat damit angefangen?

Das Abenteuer "Blogging" begann irgendwann in den 1990er Jahren, als Menschen aus dem Technik/Technologie-Umfeld Webseiten bauten, auf denen sie Fortschritte bei ihrer Forschung oder Links zu gefundenen Artikeln mit eigenen Kommentaren versehen ins Netz stellten.

Niemand weiß, wer das allererste, das "Ur-Blog" geschrieben hat - aber einer der ersten war David Winer mit seinem Blog www.scripting.com. Selbst wenn er nicht der erste Blogger aller Zeiten ist, so hat er doch eines der am längsten betriebenen Blogs. David behauptet in einem Artikel, dass das erste Blog aller Zeiten eine Info-Seite des CERN in Genf war - die Seite ist nicht mehr online, kann aber hier nachgelesen werden.

Aber Vorsicht - wer den Cyberspace nach dem Suchbegriff "first weblog" durchsucht wird einige viele unterschiedliche Auskünfte erhalten.

Nun, wie auch immer.

Everybody blogs

In den letzten Jahren haben Weblogs einen wahren Boom erlebt. Dank der unermüdlichen Arbeit von zahlreichen Gratis-Bloghostern wie twoday oder  blogger.de sowie kostenloser Software wie Wordpress kann jede und jeder sein eigenes Blog starten und drauflos schreiben, Links setzen, Photos und Videos hinzufügen. Jene, die sich mit der Script-Sprache ihres Hosters ein wenig beschäftigen können sogar sehr individuelle, geschmackvolle Designs erzeugen.

Die Ergebnisse könnten verschiedenartiger nicht sein.

Von der gebloggten Linkliste bis zum kunterbunten Sammelsurium an Bildern, die mit (semi-)professionellem Photoequipment gemacht wurden ist alles zu finden.

Die Themen reichen von der Kriegsberichterstattung ("warblog") über Online-Kochbücher bis zur fundierten Medienkritik (sehr zu empfehlen: www.bildblog.de).

Und ich selbst?

Der Tagebuch

Ja, ich habe auch eins. Seit August 2004 bewohnt ein Teil meiner täglichen Erlebnisse und Gedanken einen kleinen Gratis-Platz bei twoday.

Was mich persönlich dazu bringt, seit eineinhalb Jahren dort nahezu täglich etwas hinzuschreiben?

Schwer zu sagen, denn geschrieben habe ich im Grunde genommen schon immer seit ich schreiben kann. Nicht bloß Schulaufsätze, sondern auch so mal ab und zu irgendwas. Einfach aus Spaß. Irgendwann, ich glaube 2002, begann ich dann witzige Episoden (oder vielmehr: das, was ich für solche halte) per E-Mail an Freunde und Bekannte zu schicken. Unregelmäßig, aber mit einem unglaublich positiven Echo.

Tja, und irgendwann hab ich dann einfach das Medium gewechselt.

Und ich schreibe nach wie vor einfach deshalb, weil es mir Spaß macht. Vielleicht auch ein klein wenig wegen der eingangs erwähnten Selbstdarstellung. Ein klein wenig.

Matthias Sinhuber ist ein enger Freund der workshop-company und lebt mit einer Breitband-Internetanbindung in Wien-Favoriten. Sein wunderbares Weblog mit dem Titel dertagebuch finden Sie hier.

 

zurück zur Artikelübersicht
 

Impressum: workshop-company Christoph Turba Stefan Lippitsch Reclamgasse 6 A-1220 Wien+43 699 11763539  info@workshop-company.com © 2006 Christoph Turba